Posts Tagged ‘Veranstaltung’

Netzwerk des Terrors!

Die Befreiungsfeier im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen steht heuer unter dem Themenschwerpunkt „Netzwerk des Terrors“. Ein Schwerpunkt, der an Aktualität nicht verloren hat.

Netzwerk des Terrors! Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und -dienststellen und weiteren Instrumenten, die ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus irgendwelchen Gründen aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden.

Institutionalisiertes Netzwerk! Es geht dabei nicht nur um das KZ Mauthausen sondern auch um die engen Verflechtungen der Konzentrationslager untereinander. Das gesamte Lagersystem stand in einem engen und regelmäßigen Austausch, seien es Informationen, Häftlinge oder Bewachungspersonal. Read the rest of this entry →

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22

04 2011

Lesung: Ich geb Dir einen Mantel, dass Du ihn noch in Freiheit tragen kannst.

Ich geb Dir einen Mantel, dass Du ihn noch in Freiheit tragen kannst.
Widerstehen im KZ. Österreichische Frauen erzählen.
Lesung mit Käthe Sasso – Überlebende des KZ Ravensbrück


Wann:
Montag, 4. April 2011 – Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Bibliothek des Volkshauses Keferfeld-Oed (4020 Linz, Landwiedstraße 65, 1. Stock)
Eintritt: Freier Eintritt!

Am Montag, dem 4. April, Beginn 18.30 Uhr, kommt eine der letzten Zeitzeuginnen, die als junge Frau das Justiz- und KZ-System des Nationalsozialismus überleben konnte, zu uns nach Linz. Sie wurde zu einer gemeinsamen Veranstaltung der SPÖ Keferfeld-Oed-Bergern und der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en eingeladen.

Bei diesem zwanglosen Zusammentreffen liest Genossin Margarete Benedics aus dem Buch “Ich geb Dir einen Mantel, dass Du ihn noch in Freiheit tragen kannst. Widerstehen im KZ. Österreichische Frauen erzählen. Das Buch befasst sich unter anderem auch mit der Lebensgeschichte von Käthe Sasso.

Die Lesung findet in der Bibliothek des Volkshauses Keferfeld-Oed (4020 Linz, Landwiedstraße 65, 1. Stock) bei freiem Eintritt statt. Nach dieser Lesung erzählt uns die heute 85-jährige Käthe Sasso aus ihrem Leben. Sie freut sich sicher, wenn wir ihr viele Fragen stellen, die sie gerne beantworten wird.

Biografie von Käthe Sasso:

Sie wurde am 18. März 1926 in Wien geboren. Als Kleinkind wächst sie bei ihrer Großmutter Majka in Nebersdorf im Burgenland auf. Diese enge Bindung an die Großmutter ist auch der Grund für ihre Zweisprachigkeit Kroatisch-Deutsch. In Wien geht Käthe in der Herzgasse zur Schule und wohnt bei den Eltern in die Eckertgasse 5/18 im 10. Bezirk.

Ihr Vater war Schutzbündler, wurde eingekerkert und engagierte sich mit ihrer Mutter nach dem 12. Februar 1934 im kommunistischen Widerstand gegen die Nazis. Nachdem ihr Vater Johann Smudits zur Wehrmacht eingezogen wird und ihre Mutter Agnes am 8. Juli 1941 stirbt, bleibt Käthe Sasso als 15-Jährige in der Widerstandsgruppe “Gustav Adolf Neustadl” aktiv. Die Ziele der Gruppe sind vor allem die Unterstützung von Witwen hingerichteter Widerstandskämpfer mit Lebensmitteln, das Hören ausländischer Radiosender und das Verteilen von Flugblättern gegen den Faschismus. Einige Mitglieder der Gruppe waren Emi Tolnay, Teresia Dworschak, Maria Sip, Rosalia Graf und Gatte sowie das Ehepaar Gaida. Sie alle wurden im Laufe der Zeit wegen Hochverrats hingerichtet.  

Nachdem Käthe von einem Spitzel, der von der Gestapo in die Gruppe eingeschleust worden war, denunziert wurde, wird sie am 21. August 1942 inhaftiert und bis Oktober auf der “Liesl” eingesperrt. Von dort wird sie in die Schiffamtsgasse überführt, wo sie bis 1943 bleibt. Im Jänner 1943 kommt es zur Verlegung auf das Landesgericht I, wo sie bis zu ihrer Verhandlung am 26. April 1944, wenige Wochen nach ihrem 18. Geburtstag, über ein Jahr inhaftiert ist und auf ihre Verhandlung warten muss. Auf Grund von Käthe Sassos Minderjährigkeit zum Zeitpunkt der Verhaftung wird bei ihr eine Ausnahme gemacht, und die Verhandlung vor dem 6. Senat abgehalten, wodurch Käthe Sasso dem Todesurteil entkommt – im Gegensatz zu siebzig Prozent ihrer Gruppenmitglieder.

Nach dem Schuldspruch wird Käthe Sasso in das Arbeitserziehungslager Oberlanzendorf gebracht. Dann wird sie auf die “Liesl” verlegt. Von dort wird Käthe im September 1944 nach Berlin gebracht, wo sie zwei Wochen lang (gemeinsam mit im Zuge des Hitler-Attentats eingesperrten Reichstagsabgeordneten aller Parteien) inhaftiert wird. Die Gespräche mit diesen Mithäftlingen geben ihr neue Kraft. Danach wird Käthe Sasso in das KZ Ravensbrück deportiert, wo sie bis zum Todesmarsch in Richtung Bergen-Belsen am 28. April 1945 bleibt. In der ersten Nacht des Todesmarsches, nahe Wustrow, gelingt Käthe gemeinsam mit ihrer Freundin Mizzi Bosch die Flucht aus der Gruppe und anschließend die Rückkehr nach Wien.

Käthe heiratet im Jahr 1946 ihren Mann Josef Sasso, ebenfalls ein österreichischer Widerstandskämpfer, der sechs Jahre eingekerkert war. Gemeinsam ziehen sie nach Winzendorf bei Wiener Neustadt.

Sie bringt drei Kinder zur Welt und lebt bis heute in ihrem Haus in Niederösterreich. Ein Sohn lebt noch. Sie hat vier Enkelkinder und zehn Urenkelkinder. Mit einer Urenkelin, die in Wien studiert, war sie vor einem Dreivierteljahr eine Woche in London und mit ihr jeden Tag gute zehn Stunden unterwegs.

Ihr ganz großes Anliegen ist der Ehrenhain (der Gruppe 40) der hingerichteten Widerstandskämpfer/innen auf dem Wiener Zentralfriedhof.

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14

03 2011

Veranstaltungen zum 12. Februar 1934!

Mahnmalenthüllung und Gedenken:
Freitag, 11. Februar 2011,  um 18 Uhr in Holzleithen: Die Gedenkrede hält Genosse Josef Ackerl. Zu diesem Gedenken haben wir Maria Mair, die bald 90-jährige Tochter des erschossenen Schutzbündlers Josef Skrabal, eingeladen.

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Kranzniederlegungen & Gedenken am Samstag, dem 12. Februar 2011:

8.00 Uhr:
beim Mahnmal am Waldfriedhof St. Martin

8.30 Uhr:          
beim Bulgari-Denkmal, Ecke Poschacherstraße / Bulgariplatz

9.00 Uhr:          
im Hof des Parteihauses (ehemaliges „Hotel Schiff“), Linz, Landstraße 36

10.00 Uhr:         
Steyr, Mahnmal Ennsleite

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12.-Februar-Tagesseminar mit der Sozialistischen Jugend Oberösterreich!
Samstag, 12. Februar 2011, in der SP OÖ (Koref-Saal, 4. Stock, 4020 Linz, Landstraße 36)

10.00 Uhr:         
Begrüßung und Vorstellung des Programms durch Florian Koppler und Peter Weidner

10.15 Uhr:     
Workshop 1: „War der 12. Februar wirklich ein breiter sozialdemokratischer Aufstand? Parteiinterne Auseinandersetzungen der Sozialdemo-kratie vor und nach dem 12. Februar“. Referent: Mag. Florian Wenninger

Workshop 2: „Wie kam es zum 12. Februar 1934?“  Referentin: Dr.in Brigitte Kepplinger

13.00 Uhr:         
Gemeinsames Mittagessen im „Orpheus“ (Nordico, Dametzstraße 23).

14.30 Uhr:         
Stadtrundfahrt zu wichtigen Schauplätzen des 12. Februar in Linz mit Prof. Dr. Helmut Fiereder oder

14.30 Uhr:         
Fortsetzung des Tagesseminar-Vortrags vom Vormittag im Koref-Saal

18.00 Uhr:         
Voraussichtliches Ende.

Anmeldungen für dieses Seminar sind wegen der Tischreservierung fürs Mittagessen und der darauffolgenden Rundfahrt unter Tel. 0664/533 88 29 oder per E-Mail an office@freiheitskaempfer-ooe.at bis spätestens 8. Februar 2011 unbedingt erforderlich!

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30

01 2011

Filmpräsentation: HUGO PEPPER – Denken auf eigene Gefahr

Einladung zur Filmpräsentation „HUGO PEPPER -  Denken auf eigene Gefahr“
Ein Film von Markus Vorzellner | Hugo Pepper ist zur Veranstaltung eingeladen.

Wann:               
Donnerstag, 25. November 2010 um 19:30 Uhr

Wo:    
                 
Kino im Filmhaus am Spittelberg (1070 Wien, Spittelberggasse 3)

Begrüßung:
  
Kurt Brazda

Im Anschluss werden Fragen beantwortet. Veranstaltungsdauer: ca. 130 Minuten.  Anschließend Erfrischungen. Aufgrund einer beschränkten Platzanzahl wir um Anmeldung unter + 43 1 374 53 12 (ev. Tonband) oder via Email an wifar@aon.at gebeten!

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11 2010

Gedanken zu einer Fahrt nach Dachau und Flossenbürg

von Dieter Strobel!

Bevor ich das ehemalige Konzentrationslager Dachau betrete, bleibe auch ich, wie viele andere, unwillkürlich vor dem Gittertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ stehen. Auch ich fotografiere dieses bereits millionenfach abgelichtete Symbol des Zynismus und der Verhöhnung der Ausgelieferten.

Es macht mich betroffen, nachdenklich und in mir drängt sich die Frage auf, ob solch ein Tun, das Fotografieren, verantwortungsvoll und ehrenhaft gegenüber denjenigen ist, die hier gequält wurden, oder eine Art von Verbrechensvoyeurismus darstellt. Read the rest of this entry →

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30

10 2010

Gedenken am 1. November 2010

So wie alle Jahre wollen wir auch diesmal zu Allerheiligen derer gedenken, die für ihr unerschrockenes Eintreten für unsere Bewegung ihr Leben lassen mussten. Wir treffen einander  am Montag, 1. November 2010 um 8 Uhr im Hof der SPÖ OÖ Landstraße 36, 4020 Linz und um ca. 8.50 Uhr beim Bulgari-Denkmal, Ecke Poschacherstraße – Bulgariplatz zu einem schlichten Gedenken. Wir bitten Dich um Deine verlässliche Teilnahme.

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22

10 2010

Gedenkkundgebung der Opferverbände!

Am Mittwoch, dem 27. Oktober um 17 Uhr halten wir gemeinsam mit den beiden anderen Opferverbänden vor dem Denkmal auf dem Bernaschek-Platz in Linz-Urfahr unsere traditionelle Gedenkkundgebung ab und gedenken unserer vielen Opfer, die von den Nazi-Schergen ermordet wurden. Worte des Gedenkens spricht Vizebürgermeister MMag. Klaus Luger. Bitte teilnehmen!

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22

10 2010

Gedenk-Kundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass

Dienstag, 9. November 2010. 19 Uhr . Jüdisches Mahnmal im Pollheimerpark . Wels

Am Dienstag, dem 9. November 2010, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 72. Jahrestages der “Reichspogromnacht” eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen zahlreiche religiöse, politische, kulturelle und humanitäre Organisationen auf, darunter auch die katholische und die evangelische Kirche sowie die Gewerkschaften.

Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Dr. Robert Eiter. Die Gedenkrede hält die Schauspielerin und Autorin Asli Bayram (Foto), die u.a. durch die Darstellung von Anne Frank bekannt geworden ist. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Holzinger  und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Mag. Rudolf Weber.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten im gesamten „Großdeutschen Reich“ mit äußerster Brutalität gegen die wehrlose jüdische Minderheit vor: Von oben gesteuerte SS- und SA-Horden setzten Synagogen in Brand, zerstörten Wohnungen und Geschäfte, ermordeten Menschen oder verschleppten sie in Konzentrationslager. Diese „Reichspogromnacht“ bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Die Erinnerung an die Holocaust-Opfer verpflichtet alle Demokratinnen und Demokraten, jede Form von Rassismus und Fremdenhass zu bekämpfen. Heute verletzt und tötet rassistische Gewalt wieder, und zwar in vielen Ländern Europas. Allein in Deutschland hat der Rechtsextremismus seit 1990 mehr als 130 Todesopfer gefordert. Aber auch Österreich ist von rassistischer Gewalt keineswegs frei: So verübte im Mai 1997 ein junger Neonazi einen Brandanschlag auf ein Welser Ausländerwohnhaus, der einen Menschen tötete und zehn zum Teil schwer verletzte. Geschürt wird der Fremdenhass durch ausländerfeindliche Propaganda. Immer wieder kommt es auch zu pauschalen Angriffen auf die islamische Glaubensgemeinschaft.

Die VeranstalterInnen laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme an der Kundgebung ein! Die Kundgebung findet bei jedem Wetter statt. Hier gibt es die Einladung als download!

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19

10 2010

Veranstaltungshinweis:Österreich liest!

Österreich liest – ab 18. Oktober 2010 – 18:30 Uhr – Bücherei am Dom
Lesung und Diskussion zur Linzer Sozial- und Zeitgeschichte
mit “Poldi” Leopoldine Feichtinger und Walter Kohl

  • Wann?           Montag, 18. Oktober 2010, 18.30 Uhr
  • Wo?                Bücherei am Dom  (4020 Linz , Stifterstrasse 6, 2. Stock)

Im Verlauf der Veranstaltung werden mehrere Biographien zum Thema  ”Zwischenkriegszeit” und “Widerstand” vorgestellt! Anschließend gemütlicher Ausklang mit Erfrischungen! Eintritt frei!

 Weitere Informationen gibt es unter www.buechereiamdom.at oder via Email an verein@buechereiamdom.at!

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12

10 2010

Landeskonferenz 2010!

11. September 2010. Oberösterreichische FreiheitskämpferInnen-Jahreshauptversammlung. „Hotel Schiff”, Koref-Saal. Vierundachtzig Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde kamen. Viele weit angereist: Sigrid Exenberger, Inge und Rudi Gelbard (ehemaliger KZ-Häftling), Friedl Krenn und Albert Dlabaja vom KZ-Verband, Magistra Evelyn Steinthaler (alle aus Wien), Manuela und Alfred Zach aus Schwechat, Dr. Andreas Maislinger aus Innsbruck; Jörg Reitmaier aus Rottenmann; Regine und Ludwig Einicke aus Ballenstedt, Doktorin Cornelia Domaschke aus Berlin, Fritz Klicka (ehemaliger KZ-Häftling) aus Bad Aussee, Käthe Sasso aus Winzendorf bei Wiener Neustadt und unser Bundesvorsitzender Genosse Ernst Nedwed aus Wien.

Von unserer Landespartei konnten Genossin Dagmar Andree, die unsere Jahreshauptversammlung grandios moderierte, und Peter Weidner Landesparteivorsitzenden Landeshauptmann-Stv. Josef Ackerl, Nationalratsabgeordneten Franz Kirchgatterer und Landesparteigeschäftsführer Roland Schwandner herzlich begrüßen. Und uns vor allem bei den Genossen Ackerl und Schwandner für die große Unterstützung bedanken.

Wir gedachten unserer Genossinnen und Genossen, die in den letzten drei Jahren gestorben sind und von uns als KZ-Opfer bzw. deren Hinterbliebenen  betreut wurden: Franz Altenberger, Theresia Breinesberger, Maria Doringer, Rosa Helm, Georg Jungwirth, Aloisia Lackinger, Franziska Seibert,  Roman Straßmair und Liselotte Zeller sowie Fritz Inkret (dessen Buch von Walter Kohl „Nacht, die enden will” die oberösterreichischen gemeinsam mit den steirischen FreiheitskämpferInnen initiierten).

Weiters gedachten wir unseren langjährigen Mitgliedern Alfred Aichinger, Hermann Leithenmayr, Max Lotteraner und unserer Freiheitskämpfer-Funktionärin Gerlinde Gierlinger.

Nach den Brecht-Worten „Die Schwachen kämpfen nicht / Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang / Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre / Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang / Diese sind unentbehrlich” spielte und sang Genosse Christian Buchinger das Lied „Die Moorsoldaten”.

In seiner Begrüßungsrede ging Ackerl auf die Wirtschaftskrise, die den Austro- und Nazifaschismus erst auf die Sprünge half, ein: „Österreich und Europa befinden sich in der größten Krise seit den Dreißigerjahren. Massenarbeitslosigkeit, Verarmung und politische Radikalisierung wurden heute bislang nur durch den Einsatz von enormen Summen an Steuergeldern verhindert. Diese Krise haben Banken und Spekulaten verursacht. Ungeregelte Finanzmärkte haben eine Casino-Mentalität zugelassen. Die Wirtschaft wurde wie vor mehr als achtzig Jahren von wenigen für ihre egoistischen Interessen missbraucht, statt den Bedürfnissen der Menschen zu dienen.”

Nedwed und Weidner ehrten Joschi Ackerl mit unserer höchsten Auszeichnung, der Otto-Bauer-Plakette, und die Genossinnen und Genossen Anna Maria Praschl, Irmgard Schmidleithner, Christian Buchinger, Helmut Edelmayr und Christian Schörkhuber mit dem Goldenen FreiheitskämpferInnen-Abzeichen.

Ackerl, Nedwed und Weidner gratulierten Poldi Feichtinger und Anna Maria Praschl zum bevorstehenden 90. Geburtstag und bedankten sich bei beiden Genossinnen sehr für ihr Engagement für unseren Bund. Dann wurden in einer geheimen Wahl folgende Genossinnen und Genossen ohne Streichungen einstimmig gewählt: Peter Weidner (Vorsitzender);

StellvertreterInnen:
Benedics Margarete, Mag.a Beate Gotthartsleitner, Helmut Gotthartsleitner, Mag. Thomas Höpfl, Dieter Strobel und Elysa Waltner;

BeisitzerInnen:
Christian Buchinger, Helga Buchinger, Günter Decker, Dr. Herbert Edlinger, Helmut Edelmayr, Dr. Robert Eiter, Martina Jungert, Helene Kaltenböck, Florian Koppler, Albert Langanke, Michael Lindner, Mag.a Verena Mayrhofer, Margit Obermayr, Samuel Puttinger, Dr. Wolfgang Quatember, Dominik Samassa, Sabine Schatz, Ernst Schönberger, Christian Schörkhuber, Karl Sturm;

Kontrolle:
Gusti Affenzeller, Fritz Danko und Dr. Siegmar Lengauer;

Ehrenvorsitzende auf Lebzeiten:
Leopoldine Feichtinger, Ulrike Pühringer und Walter Prieschl;

Ehrenamtliche MitarbeiterInnen:
Hilde Faber, Prof. Dr. Helmut Fiereder, Hannes Mittermair und Mag.a Sabine Strobel.

Nach der Wahl kam der Höhepunkt unserer vier Stunden, der Vortrag von Käthe Sasso. „… Mit sechzehneinhalb Jahren kam ich ins Landesgericht I. … 90 Prozent meiner Mitangeklagten wurden hingerichtet. … Nie hat man jemanden schreien gehört, alle sind ruhig gegangen. … Die Fenster der Todeszellen gingen in den Galgenhof, wo unsere Leute 1934 hingerichtet wurden. … Manche mussten eine Hinrichtungsgebühr bezahlen. …” 

Käthe erzählte uns auch von ihren ersten Begegnungen mit unseren unvergesslichen Genossinnen „Rosl” Rosa Jochmann und Erna Musik im Konzentrationslager Ravensbrück zwei berührende und noch nie vorgetragene Geschichten. „Das Wort Solidarität ist heute von Ackerl schon einmal gesagt worden. Ohne Solidarität hätte es in Ravensbrück kein Überleben gegeben.”

Ein sehr berührender Vortrag, über den dank Hilfe unserer Genossen Ackerl und Schwandner ein Film gedreht wurde. Dieser Film kann bei den oberösterreichischen FreiheitskämpferInnen für eine Spende zur Erhaltung der Ehrenhaine der Gruppe 40 bestellt werden.

Etwa siebzig Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde feierten anschließend im „Orpheus” im Stadtmuseum Nordico Poldi Feichtingers Neunziger.

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09 2010