Posts Tagged ‘Netzwerke’

Machtergreifung der Rechten in Ungarn

Die Europäische Union marschiert, mehr oder weniger unverhohlen, kontinuierlich nach rechts, geleitet von kapitalistischen Motiven und begleitet von so alten wie dummen Vorurteilen.

An der Spitze derzeit Ungarn!
Beim Forschen nach den Gründen dafür habe ich versucht die Antwort über die Geschichte dieses Landes und ihrer Menschen zu finden, dabei aber nur einige gravierende Punkte markiert.

 Heiß umfehdet, oft geteilt, besetzt und fremdbestimmt erheben sich diese Menschen immer wieder, meist erfolglos, gegen Unterdrückung und Fremdherrschaft.

 Besonders auffällig (und erstaunlich) für mich ist dabei die uralte Feindseligkeit gerade gegen das „fahrende Volk“ der Roma und Sinti, sind sie doch selbst Nachkommen der einst unsteten magyarischen Reiterarmeen die dieses Land erst Ende des neunten Jahrhunderts – nicht gerade friedfertig – in Besitz genommen haben. Im 14ten Jahrhundert kamen aus Indien, die ersten Roma und Sinti nach Europa, natürlich auch nach Ungarn, diese allerdings friedlich! Read the rest of this entry →

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04

07 2011

Buchtipp: Ort, Subjekt, Verbrechen

(c) Verein Gedenkdienst

Seit vielen Jahren ist der Verein GEDENKDIENST im Feld der historisch-politischen Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus aktiv. Darin zählt eine Auseinandersetzung mit Geschichte, die beim Individuum selbst beginnt. Demokratie ist hier weniger als das Ergebnis der Bildungsarbeit zu denken, sondern in erster Linie als ihre Voraussetzung.

Im 21. Jahrhundert stehen wir damit vor neuen Herausforderungen. Geschichtsbezüge haben sich in der österreichischen Migrationsgesellschaft ausdifferenziert, eine neue Generation von VermittlerInnen entwickelt vielschichtige Ansätze einer geschlechtersensiblen und multiperspektivischen Gedenkstättenarbeit. Ausgehend von Studienfahrten und Bildungsprogrammen des Vereins GEDENKDIENST stellt dieser Band die Möglichkeiten historisch-politischer Bildung an Erinnerungsorten vor. Welches Potential hat die Arbeit an historischen Orten? Wie ist mit dem Spannungsfeld zwischen kritischer Aufarbeitung der Vergangenheit und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus umzugehen? Welche Arbeitsgrundsätze sind für VermittlerInnen bei diesem Thema zu beachten? Der Band vereint gedächtnistheoretische und pädagogische Perspektiven, schlägt didaktische Herangehensweisen zu Themen wie TäterInnenschaft und Widerstand vor und strebt eine prozessorientierte Reflexion der Bildungsarbeit selbst an. Mit Beiträgen von Matthias Heyl, Barbara Thimm, Astrid Messerschmidt, Gottfried Kössler, u.v.a.

Hilmar, Till: Ort, Subjekt, Verbrechen. Koordinaten historisch-politischer Bildungsarbeit zum Nationalsozialismus.
Wien: Czernin 2010.

 Neuerscheinung Winter 2010 | Preis: 19,80€ | Softcover | www.czernin-verlag.com

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23

11 2010

Naturfreunde für den Erhalt des Warschenecks

Nur wenige alpine Bereiche halten einem Vergleich mit der landschaftlichen Schönheit und Ursprünglichkeit des Naturschutzgebiets rund um das Warscheneck Stand. Diese unberührte Karstlandschaft in den oberösterreichischen Kalkalpen zeichnet sich auch durch eine einzigartige Fauna und Flora aus.

Die beinahe perfekte Synergie aus Freizeitangebot für Naturliebhaber und Sportbegeisterte jeglichen Anspruchsniveaus sowie die unberührte landschaftliche Schönheit machen das Warscheneck zu einem äußerst beliebten Ausflugsziel. Mit nur einer Stunde Wegzeit ist dieses Naturschutzgebiet auch für Menschen aus den urbanen Gebieten Linz, Wels und Steyr sehr gut erreichbar.

Die Ausweitung des Naturschutzgebiets um den Bereich “Warscheneck-Nord” erfolgte erst im Jahr 2008 unter der Schirmherrschaft des damaligen Landeshauptmannstellvertreters und Naturschutzreferenten Erich Haider. Damit war die langfristige Absicherung auf Generationen fixiert. Alles schien perfekt zu sein.

Doch keine 2 Jahre danach lässt plötzlich Seilbahn-Multi und ÖSV-Präsident Schröcksnadel den Zusammenschluss der Skigebiete Höss und Wurzeralm mitten durch das Naturschutzgebiet Warscheneck planen. Geltendes Naturschutzrecht wird dabei völlig außer Acht gelassen. Auch die enorme landschaftliche Bedeutung der Region Warscheneck spielt angesichts finanzieller Interessen der Seilbahnbetreiber kaum eine Rolle. Besonders unverständlich ist, dass das Land Oberösterreich bislang keine Schritte unternommen hat, um dieses Projekt zu unterbinden. Mit jedem Tag des Zuwartens wird die Bedrohung für das Naturschutzgebiet größer.

Aus diesem Grund haben sich das Präsidium der Naturfreunde Österreich und das Präsidium der Naturfreunde Oberösterreich einstimmig gegen den geplanten Zusammenschluss der Wintersportgebiete Höss und Wurzeralm auf Kosten des bestehenden Naturschutzgebietes „Warscheneck – Nord” ausgesprochen. Unser Appell an die oberösterreichische Landesregierung lautet, alles zu unternehmen, damit der Naturschutz in OÖ nicht zum Spielball wirtschaftlicher Interessen wird.

Klar ist dabei, dass diese Positionierung der Naturfreunde für das Warscheneck in keiner Weise als Positionierung gegen den Skisport in Oberösterreich gesehen werden kann. Die Naturfreunde Oberösterreich sind die „größte Skischule” im Land mit einem jährlichen Betreuungsumfang von ca. 25000 Skikursteilnehmern und treten eindeutig für eine positive Zukunft des Skisports ein. Diese positive Zukunft kann aber keinesfalls so funktionieren, dass Naturschutz und Sport gegeneinander ausgespielt werden. Gerade im Sinne des Grundgedankens der Nachhaltigkeit muss ein Weg des Miteinanders gefunden werden. Raubbau auf Kosten des Naturschutzes kann nicht die Zukunft des Wintersports sein.

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21

11 2010

Filmpräsentation: HUGO PEPPER – Denken auf eigene Gefahr

Einladung zur Filmpräsentation „HUGO PEPPER -  Denken auf eigene Gefahr“
Ein Film von Markus Vorzellner | Hugo Pepper ist zur Veranstaltung eingeladen.

Wann:               
Donnerstag, 25. November 2010 um 19:30 Uhr

Wo:    
                 
Kino im Filmhaus am Spittelberg (1070 Wien, Spittelberggasse 3)

Begrüßung:
  
Kurt Brazda

Im Anschluss werden Fragen beantwortet. Veranstaltungsdauer: ca. 130 Minuten.  Anschließend Erfrischungen. Aufgrund einer beschränkten Platzanzahl wir um Anmeldung unter + 43 1 374 53 12 (ev. Tonband) oder via Email an wifar@aon.at gebeten!

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15

11 2010

Gedenk-Kundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass

Dienstag, 9. November 2010. 19 Uhr . Jüdisches Mahnmal im Pollheimerpark . Wels

Am Dienstag, dem 9. November 2010, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 72. Jahrestages der “Reichspogromnacht” eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen zahlreiche religiöse, politische, kulturelle und humanitäre Organisationen auf, darunter auch die katholische und die evangelische Kirche sowie die Gewerkschaften.

Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Dr. Robert Eiter. Die Gedenkrede hält die Schauspielerin und Autorin Asli Bayram (Foto), die u.a. durch die Darstellung von Anne Frank bekannt geworden ist. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Holzinger  und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Mag. Rudolf Weber.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten im gesamten „Großdeutschen Reich“ mit äußerster Brutalität gegen die wehrlose jüdische Minderheit vor: Von oben gesteuerte SS- und SA-Horden setzten Synagogen in Brand, zerstörten Wohnungen und Geschäfte, ermordeten Menschen oder verschleppten sie in Konzentrationslager. Diese „Reichspogromnacht“ bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Die Erinnerung an die Holocaust-Opfer verpflichtet alle Demokratinnen und Demokraten, jede Form von Rassismus und Fremdenhass zu bekämpfen. Heute verletzt und tötet rassistische Gewalt wieder, und zwar in vielen Ländern Europas. Allein in Deutschland hat der Rechtsextremismus seit 1990 mehr als 130 Todesopfer gefordert. Aber auch Österreich ist von rassistischer Gewalt keineswegs frei: So verübte im Mai 1997 ein junger Neonazi einen Brandanschlag auf ein Welser Ausländerwohnhaus, der einen Menschen tötete und zehn zum Teil schwer verletzte. Geschürt wird der Fremdenhass durch ausländerfeindliche Propaganda. Immer wieder kommt es auch zu pauschalen Angriffen auf die islamische Glaubensgemeinschaft.

Die VeranstalterInnen laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme an der Kundgebung ein! Die Kundgebung findet bei jedem Wetter statt. Hier gibt es die Einladung als download!

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19

10 2010

ZeitzeugInnengespräch der GAJ Linz: Rudolf Gelbard zu Gast!

Filmvorführung “Der Mann auf dem Balkon”  

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Zeit: 28.09.2010, 18:00 Uhr
Ort: Linz, “Wirt am Graben”, Graben 24
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Die Zeitzeug_innengespräche der Grünalternativen Jugend Linz finden 2010 ihre Fortsetzung. Bei diesen Gesprächen kommen Menschen zu Wort, die einen Teil ihres Lebens im Nationalsozialismus verbringen mussten. Durch ihre persönlichen Darstellungen der Geschichte möchten wir gegen das Vergessen dieser Zeit vorgehen und für Vorgänge in unserer Gegenwart sensibilisieren.

1942, mit zwölf Jahren, wurde Rudi Gelbard ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Trotz lebenswidriger Umstände und einer schweren Krankheit überlebte er das Lager und konnte es 1945 als einer der wenigen überlebenden Jugendlichen verlassen. Seitdem kämpft er rastlos im Namen des Antifaschismus. Ob auf Demonstrationen, bei Vorträgen oder bei Gesprächen, stets stellt er sich als Person in den Hintergrund um die Sache in den Vordergrund zu stellen, die ! sein Leben dominiert: die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen nicht vergessen werden. Vielfach wurde Rudolf Gelbards Engagement ausgezeichnet, das er bis heute unermüdlich fortsetzt. Sein bisheriges Leben wurde in einem Buch und einem Film dokumentiert. Wir, die Grünalternative Jugend Linz, fühlen uns geehrt, Rudolf Gelbard als Gast beim “Wirt im Graben” in Linz begrüßen zu dürfen. Einen Einblick in sein Leben zur Zeit des Nationalsozialismus bietet der Film “Der Mann auf dem Balkon”, der unseren Abend eröffnen wird. Diese Film wurde aus 130 Filmen ausgesucht und mit dem Fernsehüreis 2008 ausgezeichnet.

Nach der Filmvorführung wird Rudolf Gelbard für Fragen und genauere Ausführungen zu Verfügung stehen.
Ein anschließendes Buffet mit jüdischen Köstlichkeiten lässt den Abend ausklingen. Hier gibt es weitere Infos!

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OÖ. Netzwerk gegen Rassismus & Rechtsextremismus: Großes Netzwerk-Treffen

Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels
OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Das große Netzwerk-Treffen des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus findet am Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels statt. Beginn: 14 Uhr

Programm:

14.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
14.05 Uhr:       Eröffnung (Wilhelm Achleitner)
14.10 Uhr:       Grußworte (Bgm. Peter Koits, Gunther Trübswasser)
14.20 Uhr:       Fragen und Diskussion
14.30 Uhr:       Jahresbericht (Robert Eiter, Markus Feichtinger)
15.40 Uhr:       Referat des Zeitzeugen und Historikers Jonny Moser
15.10 Uhr:       Fragen und Diskussion
15.20 Uhr:       Diskussion und Abstimmung von Anträgen
15.30 Uhr:       Statements: Naturfreundejugend, Plattform Islam, M.u.T.,
18.20 Uhr:       Mesopotamya & PfadfinderInnen

15.45 Uhr:       Pause

16.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
16.10 Uhr:       World Cafe in sieben Gruppen
16.50 Uhr:       Möglichkeit zum Gruppenwechsel

17.25 Uhr:       Pause

17.40 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
17.45 Uhr:       Präsentation der wichtigsten Ergebnisse aus den sieben Gruppen
18.15 Uhr:       Allfälliges und nächste Termine
18.20 Uhr:       Szenische Lesung zum Schicksal der Familie Grünberg
18.20 Uhr:       (Schülerinnen HBLW Wels)
18.35 Uhr:       Kleines Buffet

Wichtige Hinweise zum Netzwerk-Treffen:

  • Bitte ein paar Minuten VOR 14.00 Uhr eintreffen!
  • Wegen des dichten Programms wird pünktlich begonnen.
  • Bitte Eure Folder, Broschüren, Zeitungen, Plakate etc. mitnehmen und auflegen!
  • Es gibt einen eigenen Tisch für die Materialien.
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