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	<title>Freiheitskämpfer Oberösterreich &#187; Allgemein</title>
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		<title>Netzwerk des Terrors!</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 09:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Befreiungsfeier im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen steht heuer unter dem Themenschwerpunkt „Netzwerk des Terrors“. Ein Schwerpunkt, der an Aktualität nicht verloren hat. Netzwerk des Terrors! Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und -dienststellen und weiteren Instrumenten, die ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Befreiungsfeier im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen steht heuer unter dem Themenschwerpunkt „Netzwerk des Terrors“. Ein Schwerpunkt, der an Aktualität nicht verloren hat.</p>
<p><strong>Netzwerk des Terrors! </strong>Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und -dienststellen und weiteren Instrumenten, die ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus irgendwelchen Gründen aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden.<img title="Weiterlesen..." src="http://blog.gpa-djp.at/unity/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p><strong>Institutionalisiertes Netzwerk! </strong>Es geht dabei nicht nur um das KZ Mauthausen sondern auch um die engen Verflechtungen der Konzentrationslager untereinander. Das gesamte Lagersystem stand in einem engen und regelmäßigen Austausch, seien es Informationen, Häftlinge oder Bewachungspersonal.<span id="more-686"></span></p>
<p><strong>Informelles Netzwerk! </strong>Neben diesem institutionalisierten Netzwerk von Verfolgungsinstrumenten gab es auch ein weitreichendes informelles Netzwerk von Spitzeln und Denunzianten, von Mittätern und Mitläufern –das institutionalisierte Netzwerk hätte niemals ohne dieses informelle Netzwerk funktioniert. Die Beschäftigung mit diesem informellen Netzwerk führt uns unweigerlich zu den Begriffen „Zivilcourage“ und „Entscheidungsfreiheit“ jedes Einzelnen – die Mittäterschaft basierte (fast) immer auf freiwilliger Basis.</p>
<p><strong>Aktuelle Aspekte! </strong>Damit verlassen wir auch den engeren historischen Kontext und erreichen die aktuellen Bezüge: „Zivilcourage“ und „Entscheidungsfreiheit“ sind Eigenschaften, die auch heute mehr denn je wichtig sind. Sei es im alltäglichen Kontext von Rassismus oder im Kampf gegen ein neues Netzwerk des Terrors: Das gut organisierte und europaweit vernetzte Netzwerk der Rechtsextremen. Dieser Kampf ist ein politischer, aber kein parteipolitischer Kampf – es ist der Kampf für Demokratie und Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung und Gewalt. So sollte dem heutigen negativen institutionalisierten und informellen Netzwerk von Rechtsextremen ein positives informelles Netzwerk von Menschen entgegengestellt werden, die sich (ebenso europaweit vernetzt) für „Zivilcourage“ und „Entscheidungsfreiheit“ einsetzen.</p>
<p>Noch klarer wird der Schwerpunkt „Netzwerk des Terrors“ durch die Tatsache, dass Menschen aus über 70 Nationen im KZ Mauthausen und seinen 49 Nebenlagern inhaftiert waren. Alleine das Wissen um die Internationalität der Häftlinge, muss bei der derzeitigen Neugestaltung der Gedenkstätte Mauthausen rasch zur Einbeziehung von internationalen Expertinnen und Experten führen. Die 200.000 Häftlinge, davon über 100.000 Tote all dieser Nationen, haben ein Recht auf die Berücksichtigung ihrer Schicksale.</p>
<p>Die <strong>Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen</strong>, an welcher die Freiheitskämpfer/innen Oberösterreich teilnehmen werden,  findet am <strong>Sonntag, 8. Mai 2011</strong> statt!</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.freiheitskaempfer-ooe.at%2F2011%2F04%2F22%2Fnetzwerk-des-terrors%2F&amp;title=Netzwerk%20des%20Terrors%21"><img src="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Solidarität mit Ousmane Camara!</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 18:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asyl]]></category>
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		<description><![CDATA[Ousmane Camara war Aktivist an der Universität von Conakry, der Hauptstadt der westafrikanischen Republik Guinea. Auf Grund seines Engagements für freie Bildung geriet er in &#8220;Konflikt&#8221; mit der Militärdiktatur, wurde verhaftet und gefoltert. Ousmanes Eltern wurden 2007 vom Militär verschleppt und ermordet, als Ousmane floh. Ousmane selbst war Sprecher der Studierendengewerkschaft SEUC, des Syndicat des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ousmane Camara war Aktivist an der Universität von Conakry, der Hauptstadt der westafrikanischen Republik Guinea. Auf Grund seines Engagements für freie Bildung geriet er in &#8220;Konflikt&#8221; mit der Militärdiktatur, wurde verhaftet und gefoltert. Ousmanes Eltern wurden 2007 vom Militär verschleppt und ermordet, als Ousmane floh. Ousmane selbst war Sprecher der Studierendengewerkschaft SEUC, des Syndicat des Étudiants de l&#8217;Université de Conakry (vergleichbar mit der ÖH), die sich 2004-2007 für freien Hochschulzugang engagierte.</p>
<p>2007 suchte Ousmane in Österreich um Asyl an. Sein Antrag wurde abgelehnt, obwohl er viele Wunden an Rücken und Armen aufwies, die ihm von der Polizei in Guinea durch Folter mit Schlagstöcken zugeführt wurden. Auch am Schienbein sind nach wie vor schwere Hautläsionen und Krusten von festen Fußtritten zu erkennen.</p>
<p>Seit August 2010 befand sich Ousmane in Schubhaft; ohne zu wissen, was ihm vorgeworfen wurde bzw. was ihn erwarten würde. In Guinea hätte Ousmane nach eigener Aussage der sichere Tod erwartet. Das österreichische Außenministerium hat auf Grund der politischen Situation eine Reisewarnung nach Guinea verhängt. Dennoch fand am 15. Dezember Ousmanes Abschiebung statt. Diese konnte in letzter Minute gestoppt werden. Ousmanes Anwalt Dr. Zanger hat sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt. Dieser hat nun mit einstweiliger Verfügung jede Abschiebung nach Guinea untersagt. Nun hat die Polizei Ousmane Camara wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. Am 24. Dezember 2010 kam er auf Kaution frei.</p>
<p>In Wien hat sich mittlerweile ein Solidaritätskomitee für Ousmane gegründet und auch die FreiheitskämpferInnen Oberösterreich erklären sich solidarisch!﻿</p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.freiheitskaempfer-ooe.at%2F2011%2F02%2F04%2Fsolidaritat-mit-ousmane-camara%2F&amp;title=Solidarit%C3%A4t%20mit%20Ousmane%20Camara%21"><img src="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Traurige Nachricht vom Ableben unseres Genossen Walter Prieschl</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 17:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en Landesverband Oberösterreich wird seinen Ehrenvorsitzenden Walter Prieschl niemals vergessen! Wir nehmen Abschied von unserem Genossen und Mitstreiter Walter Prieschl der am Freitag, 28.01.2011 nach einem langen und erfüllten Leben im 85. Lebensjahr von uns gegangen ist. Die Verabschiedung findet am Dienstag, 8. Februar 2011 um 11 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/Prieschl-Walter-1926-20111.bmp"><img class="alignleft size-full wp-image-671" title="Prieschl Walter, 1926 - 2011" src="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/Prieschl-Walter-1926-20111.bmp" alt="" /></a>Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en Landesverband Oberösterreich wird seinen Ehrenvorsitzenden Walter Prieschl niemals vergessen!</p>
<p>Wir nehmen Abschied von unserem Genossen und Mitstreiter Walter Prieschl der am Freitag, 28.01.2011 nach einem langen und erfüllten Leben im 85. Lebensjahr von uns gegangen ist. <strong>Die Verabschiedung findet am Dienstag, 8. Februar 2011 um 11 Uhr im Urnenhain Linz-Urfahr statt. </strong><strong>Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren!</strong></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.freiheitskaempfer-ooe.at%2F2011%2F02%2F01%2Ftraurige-nachricht-vom-ableben-unseres-genossen-walter-prischl%2F&amp;title=Traurige%20Nachricht%20vom%20Ableben%20unseres%20Genossen%20Walter%20Prieschl"><img src="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p>]]></content:encoded>
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		<title>Gedanken zu einer Fahrt nach Dachau und Flossenbürg</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 18:54:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Dieter Strobel! Bevor ich das ehemalige Konzentrationslager Dachau betrete, bleibe auch ich, wie viele andere, unwillkürlich vor dem Gittertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ stehen. Auch ich fotografiere dieses bereits millionenfach abgelichtete Symbol des Zynismus und der Verhöhnung der Ausgelieferten. Es macht mich betroffen, nachdenklich und in mir drängt sich die Frage auf, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Dieter Strobel!</p>
<p>Bevor ich das ehemalige Konzentrationslager Dachau betrete, bleibe auch ich, wie viele andere, unwillkürlich vor dem Gittertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ stehen. Auch ich fotografiere dieses bereits millionenfach abgelichtete Symbol des Zynismus und der Verhöhnung der Ausgelieferten.</p>
<p>Es macht mich betroffen, nachdenklich und in mir drängt sich die Frage auf, ob solch ein Tun, das Fotografieren, verantwortungsvoll und ehrenhaft gegenüber denjenigen ist, die hier gequält wurden, oder eine Art von Verbrechensvoyeurismus darstellt. <span id="more-637"></span></p>
<p>„Arbeit macht frei“. Kein Mensch würde sich heute an den Romantitel eines deutschnationalen Schriftstellers namens Lorenz Diefenbach erinnern, hätten nicht die Nationalsozialisten diesen Spruch an den Eingangstoren zu einigen ihrer auf brutalsten Unterdrückungsmethoden funktionierenden Lagern angebracht.</p>
<p>„Arbeit macht frei“. Das könnte auch eine Parole der Arbeiterbewegung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts sein. Dieser Spruch könnte positiv behaftet sein wie &#8220;Stadtluft macht frei“, er ruft in mir aber beinahe ängstliche Betroffenheit hervor. Es steigt aber auch Zorn in mir auf, ob dieser demonstrativen Frechheit der damaligen Machthaber. Was erst müssen sich Befreite denken, wenn sie an eine dieser Stätten des Grauens zurückkehren, was Menschen, deren Angehörige oder Freunde hier verschwanden?</p>
<p>Dachau ist Synonym für ein Lagersystem, das immer weiter ausgebaut und für den Unterdrückungsapparat perfektioniert wurde bis zur schlussendlichen Vernichtung von Millionen von Menschen.</p>
<p>In die Verwaltung und zur Aufrechterhaltung dieses Systems wurden Häftlinge miteingebunden, was den Einsatz von SS-Mannschaften reduzierte, sie für Bewachungsaufgaben frei machte und den Ausbau dieses Systems begünstigte. Hier wurde eine Lagerordnung entwickelt, die zur Legalisierung der Willkür, des Terrors und der Menschenvernichtung in einem Unrechtssystem führte. Verstöße gegen diese Lagerordnung führten zu Verfahren, von deren Ausgang die Angezeigten oft wochenlang in Unkenntnis gehalten wurden und es gab Strafen, die von mittelalterlichen Züchtigungen bis zum Ermorden des Angezeigten reichten.</p>
<p>Die Beurteilung eines SS-Mannes durch seinen Vorgesetzten wird uns gezeigt. Bildungsfern, geistig träge, aber bedingungsloser Gehorsam gegenüber seinem Vorgesetzten, alles gute Gründe, um Karriere bei der SS zu machen.</p>
<p>Bildungsfern und geistig träge. In Österreich diskutiert man derzeit seitens der verantwortlichen Stellen, ob die Zuständigkeit für die Lehrenden bei den Ländern oder beim Bund liegen soll. Es ist der einzige Punkt zum Thema Bildung, der momentan öffentlich diskutiert wird, als gäbe es im Bildungsbereich nicht viel bedeutendere Probleme. „Wehret den Anfängen“ – so ganz sicher nicht!</p>
<p>Wir gelangen bei unserem Rundgang zu den Öfen, die die Einäscherung tausender Leichen auf rationelle, industrialisierte Art erledigten. Welch ein Gefühl muss in einem Häftling vorgeherrscht haben, wenn er täglich ausgehungerte, entstellte Leichen in die dafür vorgesehenen Anlagen schob? Kannte er den einen oder anderen persönlich, überstieg diese Tätigkeit manchmal seine psychischen Kräfte, entmenschlichte diese Zwangsarbeit?</p>
<p>Gegenüber dem Eingang zum Krematorium befindet sich ein Denkmal, auf dessen Sockel man lesen kann: „Den Toten zur Ehr den Lebenden zur Mahnung“. Die Figur selbst zeigt einen unbekannten Häftling mit einem erschreckend ausgemergelten Kopf, der die erlittene Pein drastisch dokumentiert. Zugleich schaut dieser Häftling aber mit festem Blick in die Zukunft. Viel zu große Bekleidungsstücke die er trägt, sind ein Beispiel für die gleich beim Eintritt in ein Lager einsetzende Demütigung und Verächtlichmachung dieser Menschen.</p>
<p>Ich denke an den Künstler dieser Statue, Fritz Koelle, Dachauhäftling und später Auftragnehmer des NS-Regimes (Horst Wessel Büste), nach dem Krieg wurde er als Opportunist gebrandmarkt, einige Jahre später als Opfer anerkannt. Ich frage mich, ob es angebracht ist, bei diesem damaligen Lagerhäftling an die Grenze zwischen Anstand und Opportunismus zu denken.</p>
<p>Es drängt sich mir auch die Frage auf, wieso wurden solche Lager selbst nach der Zerschlagung der Opposition, nach der Ausschaltung sämtlicher demokratischer Einrichtungen und nach der Beseitigung diverser gegnerischer Gruppierungen weitergeführt. Für die einzelnen opponierenden Personen hätten doch Gefängnisse gereicht. War es purer Sadismus der Machthaber? War es das Verbreiten von Angst, was bei all jenen, die nachher von nichts gewusst haben wollten, aber zu jener Zeit mitpartizipierten, um nicht in ein Konzentrationslager zu kommen, sehr gute Wirkung zeigte? Brauchte ein Verbrechensregime Lager, in denen man willkürlich ermorden konnte oder wusste man mit dem privilegierten Wachpersonal nichts anderes anzufangen beziehungsweise glaubte man, diese Truppen im Inneren bereithalten zu müssen?</p>
<p>Das Konzentrationslager Dachau wurde nach dem Krieg von den Amerikanern auch als Gefängnis genutzt, danach verwendeten es die Deutschen als Auffanglager für Flüchtlinge und Heimatlose. Betriebe brauchten diese Räumlichkeiten zur Fabrikation und als Lager. Eine von den Amerikanern aufgebaute Ausstellung über die hier verübten Verbrechen wurde zu Beginn der Fünfzigerjahre von den Deutschen geschlossen, und der Abbruch des Lagers begann sukzessive. Abriss führt unweigerlich zu Vergessen um die Täter zu rehabilitieren. Ende der Fünfzigerjahre begann dann die Denkumkehr und seit Mitte der Sechzigerjahre ist Dachau Gedenk- und Erinnerungsstätte.</p>
<p>Einen Tag später steht unsere Reisegruppe auf dem Appellplatz des ehemaligen Konzentrationslagers Flossenbürg. Es nieselt, leichter kühler Wind, mich fröstelt und ich höre so unglaubliche Erzählungen über das Quälen von Menschen, dass ich diese Durchhaltekraft der hier Gefangenen als übermenschlich bezeichnen muss. Woher nahmen Menschen diese Energie zum Leben, trotz Hunger, Vernichtungsarbeit und unaufhörlicher Pein? Man erzählt uns von zweiundsiebzigstündigem Stehen auf dem Platz, Stehen bis zum Umfallen, als Kollektivstrafe für eine Gruppe der Häftlinge gleicher Herkunft. Wir hören von einer ganz besonderen Perfidie, ein hell erleuchteter Christbaum, daneben ein Galgen, an dem Erhängte tagelang zur Schau gestellt wurden, als Abschreckung, Warnung oder als Freude der Täter über die Ängstigung der Opfer. </p>
<p>Wir gelangen an einen Ort, an dem, entgegen der Genfer Konvention, ein Barackenlager für zweitausend sowjetische Kriegsgefangene errichtet worden war. Ein noch niederer Standard der Unterkünfte wurde gewählt, aus Rassenwahn glaubten die Machthaber Pferdekoppel als Unterkünfte für Russen genügten. Als dieser, abgesondert von den anderen Baracken erbaute Komplex fertig gestellt war, lebte keiner von den zweitausend sowjetischen Gefangenen mehr, sie waren bei der Arbeit im Steinbruch bewusst vernichtet worden. Von da an diente dieser Trakt bestehend aus vier Baracken als Quarantäne- und Sterbelager.</p>
<p>Da die Sterberate in diesem Konzentrationslager so extrem hoch war, ließ die SS-Wachmannschaft noch im Herbst 1944 eine Rampe vom Lager zum Krematorium errichten, um die Beseitigung der Leichen noch effizienter zu gestalten. Man musste eine große Anzahl der Getöteten neben dem Krematorium auf offenem Gelände verbrennen, weil der Ofen alleine diese große Zahl nicht bewältigen konnte.</p>
<p>An dieser Stelle, an der auch Massenerschießungen stattfanden, wurde eine internationale Gedenkstätte errichtet. Wir hören, dass kurz vor dem Eintreffen der Amerikaner Massentransporte in Richtung Dachau losgeschickt wurden, Todesmärsche im wahrsten Wortsinn. Kurz vor der Befreiung starben so noch tausende Menschen innerhalb weniger Tage. Die SS-Mannschaften ließen diese zu Tode geschundenen Häftlinge gleich neben der Straße verscharren. Die nachrückenden Amerikaner befahlen der deutschen Bevölkerung diese Leichen auszugraben und sie auf den jeweiligen Dorffriedhöfen zu begraben.</p>
<p>Einen für mich unwürdigen, nicht nachvollziehbaren Akt setzte später allerdings die zuständige deutsche Stelle, die alle in diesen Friedhöfen bestatteten Opfer wieder ausgraben ließ und in einem neu errichteten Massengrab im Konzentrationslager ein drittes Mal beerdigte. Menschen, die hier geschunden, missbraucht und ermordet wurden, ließ man nicht in normaler Erde ruhen, sondern bestattete sie am Platz des Schreckens und der Not. Symptomatisch, dass es für die Opfer, selbst nach dem Tod kein Entkommen und keine Befreiung aus dem Lager gibt.  Befreit wurden damit allerdings die jeweiligen Dörfer, befreit von Gedenkdienst und Grabpflege, befreit von Gedanken an die Vergangenheit und befreit von etwaigen Schuldeingeständnissen. Und das, obwohl diese angrenzenden Ortschaften ganz gut mit dem Konzentrationslager auf zumindest wirtschaftlicher Ebene zusammenarbeiteten. Man belieferte das Lager, man mietete daraus Arbeitskräfte und man stellte seine eigenen Fähigkeiten dort zur Verfügung, wenn man zum Beispiel als Handwerker benötigt wurde.</p>
<p>Entlang des Rundganges kommt man an einigen Gedenkstätten vorbei. Ganz besonders erwähnenswert für mich ist die sehr berührende der jüdischen Konfession, in der auf sehr einfache und keinesfalls plakative Art dem Gedenken und der Erinnerung Rechnung getragen wird.</p>
<p>Das Lager erhielt bald nach dem Krieg, auf Initiative befreiter Opfer, eine Gedenkstätte. Abseits und relativ klein. Aber gleich nach dem Krieg war hier das Trauern um die Opfer nicht allzu stark ausgeprägt. Häuser von den damaligen SS-Offizieren werden heute von Normalbürgern bewohnt. Auf Initiative der zuständigen bayerischen Stellen wurden dann Grundstücke, auf denen Baracken für die Inhaftierten standen, zum Bau von Einfamilienhäusern verkauft. Heute blicken diese Hausbesitzer auf einen blutgetränkten Appellplatz, wo Tyrannei, Mord und Aufhängen auf der Tagesordnung standen. Ein morgendlicher Blick ins Morgenrot schafft ein Morgengrauen der besonderen Art, was ganz sicher nicht jedermanns Sache ist. Im Laufe der Jahre wurde aber auch hier wirklich einiges getan, was der Aufarbeitung der Vergangenheit dienlich ist, die Gedenkstätte immer mehr erweitert.</p>
<p>In der ehemaligen Lagerwäscherei befindet sich heute ein sehr interessant aufgebautes Museum, übersichtlich und modern präsentiert es die Schrecken dieser Tage.</p>
<p>Ein Originalfoto aus dieser Zeit zeigt die Errichtung des Lagers. Man sieht im Hintergrund ein Ausflugsziel der Flossenbürger Gesellschaft, die Burg auf dem Berg, im Vordergrund einen SS-Wachmann beim Bewachen der hier eingesetzten Lagerhäftlinge. Zwei Fahnen flattern, man ist fast versucht zu sagen knattern, im Wind. Die eine schwarz mit SS-Runen, die andere schwarz mit einem Totenkopfemblem, wie bei Piraten. Ja, und Piraten im schlimmsten Wortsinn, das waren diese Täter. Sie raubten den Menschen zuerst die wirtschaftlichen Güter, dann raubten sie den Menschen die Freude, danach raubten sie den Menschen die Würde und schlussendlich raubten sie den Menschen das höchste Gut, das Leben.</p>
<p>Abschließend bedanken möchte ich mich bei der ganz lieben Käthe Sasso und dem humorvollen Jonny Moser, die mir viel Wissenswertes mitteilten und bei dir, Peter, dass du mich zu dieser Fahrt mitgenommen hast.</p>
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		<title>Gedenk-Kundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 00:00:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dienstag, 9. November 2010. 19 Uhr . Jüdisches Mahnmal im Pollheimerpark . Wels Am Dienstag, dem 9. November 2010, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 72. Jahrestages der &#8220;Reichspogromnacht&#8221; eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag, 9. November 2010. 19 Uhr . Jüdisches Mahnmal im Pollheimerpark . Wels</strong></p>
<p>Am Dienstag, dem 9. November 2010, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 72. Jahrestages der &#8220;Reichspogromnacht&#8221; eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen zahlreiche religiöse, politische, kulturelle und humanitäre Organisationen auf, darunter auch die katholische und die evangelische Kirche sowie die Gewerkschaften.</p>
<p>Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Dr. Robert Eiter. Die Gedenkrede hält die Schauspielerin und Autorin Asli Bayram (Foto), die u.a. durch die Darstellung von Anne Frank bekannt geworden ist. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Holzinger  und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Mag. Rudolf Weber.</p>
<p>In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten im gesamten „Großdeutschen Reich“ mit äußerster Brutalität gegen die wehrlose jüdische Minderheit vor: Von oben gesteuerte SS- und SA-Horden setzten Synagogen in Brand, zerstörten Wohnungen und Geschäfte, ermordeten Menschen oder verschleppten sie in Konzentrationslager. Diese „Reichspogromnacht“ bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.</p>
<p>Die Erinnerung an die Holocaust-Opfer verpflichtet alle Demokratinnen und Demokraten, jede Form von Rassismus und Fremdenhass zu bekämpfen. Heute verletzt und tötet rassistische Gewalt wieder, und zwar in vielen Ländern Europas. Allein in Deutschland hat der Rechtsextremismus seit 1990 mehr als 130 Todesopfer gefordert. Aber auch Österreich ist von rassistischer Gewalt keineswegs frei: So verübte im Mai 1997 ein junger Neonazi einen Brandanschlag auf ein Welser Ausländerwohnhaus, der einen Menschen tötete und zehn zum Teil schwer verletzte. Geschürt wird der Fremdenhass durch ausländerfeindliche Propaganda. Immer wieder kommt es auch zu pauschalen Angriffen auf die islamische Glaubensgemeinschaft.</p>
<p>Die VeranstalterInnen laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme an der Kundgebung ein! Die Kundgebung findet bei jedem Wetter statt. <a href="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/Folder_Rassismus_10.pdf"><strong>Hier gibt es die Einladung als download!</strong></a></p>
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		<title>OÖ. Netzwerk gegen Rassismus &amp; Rechtsextremismus: Großes Netzwerk-Treffen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 12:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Befreundete Organisationen]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antirassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
		<category><![CDATA[Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>

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		<description><![CDATA[Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus Das große Netzwerk-Treffen des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus findet am Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels statt. Beginn: 14 Uhr Programm: 14.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3) 14.05 Uhr:       Eröffnung (Wilhelm Achleitner) 14.10 Uhr:       Grußworte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels<br />
<strong>OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus</strong></p>
<p>Das große <strong>Netzwerk-Treffen</strong> des <strong>OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus</strong> findet am Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels statt. Beginn: 14 Uhr</p>
<p><strong>Programm</strong>:</p>
<p>14.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)<br />
14.05 Uhr:       Eröffnung (Wilhelm Achleitner)<br />
14.10 Uhr:       Grußworte (Bgm. Peter Koits, Gunther Trübswasser)<br />
14.20 Uhr:       Fragen und Diskussion<br />
14.30 Uhr:       Jahresbericht (Robert Eiter, Markus Feichtinger)<br />
15.40 Uhr:       Referat des Zeitzeugen und Historikers Jonny Moser<br />
15.10 Uhr:       Fragen und Diskussion<br />
15.20 Uhr:       Diskussion und Abstimmung von Anträgen<br />
15.30 Uhr:       Statements: Naturfreundejugend, Plattform Islam, M.u.T.,<br />
<span style="color: #ffffff;">18.20 Uhr:       </span>Mesopotamya &amp; PfadfinderInnen</p>
<p>15.45 Uhr:       Pause</p>
<p>16.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)<br />
16.10 Uhr:       World Cafe in sieben Gruppen<br />
16.50 Uhr:       Möglichkeit zum Gruppenwechsel</p>
<p>17.25 Uhr:       Pause</p>
<p>17.40 Uhr:       Musik (Kohelet 3)<br />
17.45 Uhr:       Präsentation der wichtigsten Ergebnisse aus den sieben Gruppen<br />
18.15 Uhr:       Allfälliges und nächste Termine<br />
18.20 Uhr:       Szenische Lesung zum Schicksal der Familie Grünberg<br />
<span style="color: #ffffff;">18.20 Uhr:       </span>(Schülerinnen HBLW Wels)<br />
18.35 Uhr:       Kleines Buffet</p>
<p><strong>Wichtige Hinweise zum Netzwerk-Treffen:</strong></p>
<ul>
<li>Bitte ein paar Minuten VOR 14.00 Uhr eintreffen!</li>
<li>Wegen des dichten Programms wird pünktlich begonnen.</li>
<li>Bitte Eure Folder, Broschüren, Zeitungen, Plakate etc. mitnehmen und auflegen!</li>
<li>Es gibt einen eigenen Tisch für die Materialien.</li>
</ul>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save" href="http://www.addtoany.com/share_save#url=http%3A%2F%2Fwww.freiheitskaempfer-ooe.at%2F2010%2F09%2F26%2Foo-netzwerk-gegen-rassismus-rechtsextremismus-groses-netzwerk-treffen%2F&amp;title=O%C3%96.%20Netzwerk%20gegen%20Rassismus%20%26%23038%3B%20Rechtsextremismus%3A%20Gro%C3%9Fes%20Netzwerk-Treffen"><img src="http://www.freiheitskaempfer-ooe.at/wp-content/plugins/add-to-any/share_save_171_16.png" width="171" height="16" alt="Share"/></a> </p>]]></content:encoded>
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