Archive for the ‘Allgemein’Category

Netzwerk des Terrors!

Die Befreiungsfeier im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen steht heuer unter dem Themenschwerpunkt „Netzwerk des Terrors“. Ein Schwerpunkt, der an Aktualität nicht verloren hat.

Netzwerk des Terrors! Die Nationalsozialisten überzogen Europa mit einem Netz an Konzentrations- und Vernichtungslagern, Verfolgungsbehörden und -dienststellen und weiteren Instrumenten, die ein gemeinsames Ziel hatten: Die Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung politisch Andersdenkender, rassistisch Verfolgter und von Menschen, die aus irgendwelchen Gründen aus der Gesellschaft ausgegrenzt wurden.

Institutionalisiertes Netzwerk! Es geht dabei nicht nur um das KZ Mauthausen sondern auch um die engen Verflechtungen der Konzentrationslager untereinander. Das gesamte Lagersystem stand in einem engen und regelmäßigen Austausch, seien es Informationen, Häftlinge oder Bewachungspersonal. Read the rest of this entry →

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22

04 2011

Solidarität mit Ousmane Camara!

Ousmane Camara war Aktivist an der Universität von Conakry, der Hauptstadt der westafrikanischen Republik Guinea. Auf Grund seines Engagements für freie Bildung geriet er in “Konflikt” mit der Militärdiktatur, wurde verhaftet und gefoltert. Ousmanes Eltern wurden 2007 vom Militär verschleppt und ermordet, als Ousmane floh. Ousmane selbst war Sprecher der Studierendengewerkschaft SEUC, des Syndicat des Étudiants de l’Université de Conakry (vergleichbar mit der ÖH), die sich 2004-2007 für freien Hochschulzugang engagierte.

2007 suchte Ousmane in Österreich um Asyl an. Sein Antrag wurde abgelehnt, obwohl er viele Wunden an Rücken und Armen aufwies, die ihm von der Polizei in Guinea durch Folter mit Schlagstöcken zugeführt wurden. Auch am Schienbein sind nach wie vor schwere Hautläsionen und Krusten von festen Fußtritten zu erkennen.

Seit August 2010 befand sich Ousmane in Schubhaft; ohne zu wissen, was ihm vorgeworfen wurde bzw. was ihn erwarten würde. In Guinea hätte Ousmane nach eigener Aussage der sichere Tod erwartet. Das österreichische Außenministerium hat auf Grund der politischen Situation eine Reisewarnung nach Guinea verhängt. Dennoch fand am 15. Dezember Ousmanes Abschiebung statt. Diese konnte in letzter Minute gestoppt werden. Ousmanes Anwalt Dr. Zanger hat sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt. Dieser hat nun mit einstweiliger Verfügung jede Abschiebung nach Guinea untersagt. Nun hat die Polizei Ousmane Camara wegen angeblichem Widerstand gegen die Staatsgewalt angezeigt. Am 24. Dezember 2010 kam er auf Kaution frei.

In Wien hat sich mittlerweile ein Solidaritätskomitee für Ousmane gegründet und auch die FreiheitskämpferInnen Oberösterreich erklären sich solidarisch!

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04

02 2011

Traurige Nachricht vom Ableben unseres Genossen Walter Prieschl

Der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/inn/en Landesverband Oberösterreich wird seinen Ehrenvorsitzenden Walter Prieschl niemals vergessen!

Wir nehmen Abschied von unserem Genossen und Mitstreiter Walter Prieschl der am Freitag, 28.01.2011 nach einem langen und erfüllten Leben im 85. Lebensjahr von uns gegangen ist. Die Verabschiedung findet am Dienstag, 8. Februar 2011 um 11 Uhr im Urnenhain Linz-Urfahr statt. Wir werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren!

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01

02 2011

Gedanken zu einer Fahrt nach Dachau und Flossenbürg

von Dieter Strobel!

Bevor ich das ehemalige Konzentrationslager Dachau betrete, bleibe auch ich, wie viele andere, unwillkürlich vor dem Gittertor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ stehen. Auch ich fotografiere dieses bereits millionenfach abgelichtete Symbol des Zynismus und der Verhöhnung der Ausgelieferten.

Es macht mich betroffen, nachdenklich und in mir drängt sich die Frage auf, ob solch ein Tun, das Fotografieren, verantwortungsvoll und ehrenhaft gegenüber denjenigen ist, die hier gequält wurden, oder eine Art von Verbrechensvoyeurismus darstellt. Read the rest of this entry →

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30

10 2010

Gedenk-Kundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass

Dienstag, 9. November 2010. 19 Uhr . Jüdisches Mahnmal im Pollheimerpark . Wels

Am Dienstag, dem 9. November 2010, um 19.00 Uhr führen die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) anlässlich des 72. Jahrestages der “Reichspogromnacht” eine Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass durch. Zu dieser Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark rufen zahlreiche religiöse, politische, kulturelle und humanitäre Organisationen auf, darunter auch die katholische und die evangelische Kirche sowie die Gewerkschaften.

Einleitende Worte sprechen Bürgermeister Dr. Peter Koits und Antifa-Vorsitzender Dr. Robert Eiter. Die Gedenkrede hält die Schauspielerin und Autorin Asli Bayram (Foto), die u.a. durch die Darstellung von Anne Frank bekannt geworden ist. Für die Umrahmung sorgen der Schauspieler Martin Holzinger  und Schülerinnen des Bundesgymnasiums Schauerstraße unter der Leitung von Mag. Rudolf Weber.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gingen die Nationalsozialisten im gesamten „Großdeutschen Reich“ mit äußerster Brutalität gegen die wehrlose jüdische Minderheit vor: Von oben gesteuerte SS- und SA-Horden setzten Synagogen in Brand, zerstörten Wohnungen und Geschäfte, ermordeten Menschen oder verschleppten sie in Konzentrationslager. Diese „Reichspogromnacht“ bildete den Auftakt für den Holocaust, die systematische Vernichtung von sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

Die Erinnerung an die Holocaust-Opfer verpflichtet alle Demokratinnen und Demokraten, jede Form von Rassismus und Fremdenhass zu bekämpfen. Heute verletzt und tötet rassistische Gewalt wieder, und zwar in vielen Ländern Europas. Allein in Deutschland hat der Rechtsextremismus seit 1990 mehr als 130 Todesopfer gefordert. Aber auch Österreich ist von rassistischer Gewalt keineswegs frei: So verübte im Mai 1997 ein junger Neonazi einen Brandanschlag auf ein Welser Ausländerwohnhaus, der einen Menschen tötete und zehn zum Teil schwer verletzte. Geschürt wird der Fremdenhass durch ausländerfeindliche Propaganda. Immer wieder kommt es auch zu pauschalen Angriffen auf die islamische Glaubensgemeinschaft.

Die VeranstalterInnen laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme an der Kundgebung ein! Die Kundgebung findet bei jedem Wetter statt. Hier gibt es die Einladung als download!

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19

10 2010

OÖ. Netzwerk gegen Rassismus & Rechtsextremismus: Großes Netzwerk-Treffen

Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg, Wels
OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus

Das große Netzwerk-Treffen des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus findet am Samstag, 2. Oktober 2010 im Bildungshaus Schloss Puchberg in Wels statt. Beginn: 14 Uhr

Programm:

14.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
14.05 Uhr:       Eröffnung (Wilhelm Achleitner)
14.10 Uhr:       Grußworte (Bgm. Peter Koits, Gunther Trübswasser)
14.20 Uhr:       Fragen und Diskussion
14.30 Uhr:       Jahresbericht (Robert Eiter, Markus Feichtinger)
15.40 Uhr:       Referat des Zeitzeugen und Historikers Jonny Moser
15.10 Uhr:       Fragen und Diskussion
15.20 Uhr:       Diskussion und Abstimmung von Anträgen
15.30 Uhr:       Statements: Naturfreundejugend, Plattform Islam, M.u.T.,
18.20 Uhr:       Mesopotamya & PfadfinderInnen

15.45 Uhr:       Pause

16.00 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
16.10 Uhr:       World Cafe in sieben Gruppen
16.50 Uhr:       Möglichkeit zum Gruppenwechsel

17.25 Uhr:       Pause

17.40 Uhr:       Musik (Kohelet 3)
17.45 Uhr:       Präsentation der wichtigsten Ergebnisse aus den sieben Gruppen
18.15 Uhr:       Allfälliges und nächste Termine
18.20 Uhr:       Szenische Lesung zum Schicksal der Familie Grünberg
18.20 Uhr:       (Schülerinnen HBLW Wels)
18.35 Uhr:       Kleines Buffet

Wichtige Hinweise zum Netzwerk-Treffen:

  • Bitte ein paar Minuten VOR 14.00 Uhr eintreffen!
  • Wegen des dichten Programms wird pünktlich begonnen.
  • Bitte Eure Folder, Broschüren, Zeitungen, Plakate etc. mitnehmen und auflegen!
  • Es gibt einen eigenen Tisch für die Materialien.
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