Nachlese
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FILMRETROSPEKTIVE IM EHEM. KZ MAUTHAUSEN!
Wie auch schon die letzten Jahre findet heuer vor der Gedenkstätte Mauthausen eine Open-Air-Filmretrospektive statt. Im Falle von Schlechtwetter wird sie in das Besucherzentrum hinein verlegt.
Kuratiert von Univ.-Prof. Dr. Frank Stern und Mag. Stephan Matyus ist das heurige Thema “Was hätten wir getan?”. Die diesjährigen Filme fragen nach dem Verhalten der Nicht-Verfolgten. Wie agierten mehr oder weniger Unbeteiligte auf die Wahrnehmung der Verfolgung? Welche Bedeutung hat(te) solidarische Hilfe? Welche Alternativen standen offen?
Die Filme werden jeden Abend von einem kurzen Vortrag eingeleitet und es gibt danach die Möglichkeit für Fragen und Diskussionen. Es wird auch wieder die Möglichkeit einer Mitfahrgelegenheit in Form von Shuttlebussen von Linz bzw. Wien hinauf und zurückgeben. Hier findet sich der Folder als download!
Mi, 18. August, 20:00
Ehe im Schatten (DDR 1947, R: Kurt Maetzig, 104 min)
Der Film basiert auf der Geschichte des Schauspieler-Paares Wieland, das sich nach 1933 mit Antisemitismus, Diskriminierung durch die Umwelt, Verrat und einer immer auswegloser werdenden Situation konfrontiert sieht. Es geht um den gewöhnlichen Rassismus der Umwelt im Alltag. Die besondere Note bekommt der Film dadurch, dass Überlebende der Konzentrationslager und des jüdischen Untergrunds mitwirkten.Do, 19. August, 20:00
Romeo, Julia a tma / Romeo, Julia und die Finsternis (CSSR 1959, R: Jiri Weiss, 92 min)
Prag unter deutscher Besatzung. Ein jüdisches Mädchen wird versteckt. Was bedeutet dies für die Bewohner des Hauses, bestimmt Denunziation ihren Tod oder Solidarität und Menschlichkeit ihr Überleben? Ein behutsamer Film, der die Erfahrungen verarbeitet, die viele junge Jüdinnen und Juden machen mussten, als sie auf Hilfe von Freunden, Nachbarn, Mitmenschen hofften.Fr, 20. August, 20:00
Wohin und zurück – Welcome in Vienna (Österreich 1985, R: Axel Corti, 127 min)
1938 ins Exil getrieben, kehrt ein junger Wiener als US-Soldat zurück. Was findet er in der Stadt, in der er aufgewachsen ist, die ihn verstoßen hat und die ihn noch immmer nicht so recht aufnehmen will? Welche Rolle spielen Antisemitismus und die Opferpose vieler ÖsterreicherInnen im Hinblick auf eine demokratische Entwicklung. Sind die 1938 vertriebenen Juden willkommen?Sa, 21. August, 20:00
Abrahams Gold (Deutschland 1989, R: Jörg Graser, 95 min)
Ein angesehener Gastwirt in einem niederbayrischen Dorf will nach Jahrzehnten das von ihm vergrabene Gold bergen. Er war KZ-Wächter in Auschwitz, hat ein “ehrbares Leben” geführt, seine rebellische Tochter aus dem Haus geworfen und versucht, dein Enkelkind in seinem Sinne zu erziehen. Drei Generationen, NS-Täter, 1968er und die jungen Nachgeborenen werden in diesem etwas anderen Heimatfilm eingefangen.
Weitere Informationen auf www.mauthausen-memorial.at!
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Sozialdemokratische Freiheitskämpfer trauern um ihren verstorbenen Salzburger Landesvorsitzenden, Eduard Goldmann
Mit tiefer Betroffenheit hat der Bund Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus die Nachricht vom Ableben Eduard Goldmann zur Kenntnis nehmen müssen. Eduard Goldmann ist am 12.April 2010 im 96.Lebensjahr verstorben. Er war Mitglied des Bundesvorstandes der Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus. In der Zeit von Juli 1941 bis April 1945 war er als politischer Häftling im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. 1978 wurde er mit dem Ehrenzeichen für die Befreiung Österreichs ausgezeichnet. Innerhalb der Sozialdemokratie wurde er mit der Victor Adler- und der Otto-Bauer-Plakette geehrt. Eduard Goldmann war bereits seit 1929 Mitglied der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Wien. In der Ersten Republik war er Funktionär der Sozialistischen Arbeiterjugend und Jugendfunktionär der kaufmännischen Angestellten und später Mitglied der Wehrsportorganisation, die den Republikanischen Schutzbund unterstützte.Von 1934 bis 1941 arbeitete er im Sozialdemokratischen Widerstand. 1941 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert. Dort arbeitete er in der österreichischen Widerstandsgruppe mit Roman Felleis, Benedikt Kautsky und Karl Mantler zusammen. Besonders tragisch ist, dass sein Vater auch wegen Widerstandes verhaftet wurde und aus dem Konzentrationslager nicht zurückgekehrt ist.
Eduard Goldmann war in den Gremien der SPÖ Salzburg als gewähltes Mitglied lange Zeit tätig. Er war auch Kandidat für den Salzburger Landtag. Außerdem war er Vorstandsmitglied des Pensionistenverbandes. Eduard Goldmann war seit Anfang der 1990er Jahre lange Zeit als Mitglied der Opferfürsorge-Kommission im Sozialministerium und der Rentenkommission in Salzburg tätig.
Der Vorsitzende des Bundes, Abg. z. NR.a.D. Ernst Nedwed, hat der Witwe, Maria Goldmann, die Anteilnahme des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer und der Arbeitsgemeinschaft der KZ-Verbände und Widerstandskämpfer Österreichs übermittelt.
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Lesung: Auch auf dich wartet eine Mutter
Am Dienstag, dem 20. April um 19 Uhr liest Genossin Margarete Benedics im Beisein Anna Hackls aus Walter Kohls Buch „Auch auf dich wartet eine Mutter“. Diese Lesung findet in der Bibliothek des Volkshauses Keferfeld-Oed (4020 Linz, Landwiedstraße 65). Besucht diese gemeinsame Veranstaltung der SPÖ-Sektion Keferfeld-Oed und der Freiheitskämpfer Oberösterreich.
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Schreiben für den Fortschritt
Am Sonntag, dem 18. April um 11 Uhr liest im Nordico (4020 Linz, Dametzstraße 23) Bernhard Seyringer unter dem Titel „Schreiben für den Fortschritt“ aus dem Feuilleton der „Arbeiter-Zeitung“ der Zwischenskriegszeit. Viele dieser vor 80 Jahren geschriebenen Texte scheinen in Ihrer Problemstellung wie aus der Gegenwart gegriffen.
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Kranzniederlegung am 10. März 2010
Liebe Genossinnen! Liebe Genossen!
72 Jahre nach der Okkupation Österreichs durch die Hitler-Faschisten legen wir gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden der beiden anderen Opferverbände am Mittwoch, dem 10. März 2010 um 17 Uhr beim Mahnmal auf dem Bernaschek-Platz (hinter dem Linzer Neuen Rathaus) einen Kranz nieder.
Worte des Gedenkens spricht unser Genosse Landeshauptmann-Stv. und Landesparteivorsitzender Josef Ackerl.
Wer teilnehmen kann (also nur etwa eine halbe Stunde Zeit hätte), möge bitte kommen, denn wir sollten vor der Bundespräsidentenwahl am 25. April ein wirklich starkes Zeichen gegen die „Reichsmutter“ (Copyright: „Süddeutsche“) und die Rechtsextremen setzen. Ladet bitte auch viele Freundinnen und Freunde ein.
Mit freundschaftlichen Grüßen!
Peter Weidner
Landesvorsitzender
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DER REST IST ÖSTERREICH – DIE GESCHICHTE DER REPUBLIK!
Am Donnerstag, 28. Februar 2010 findet um 19 Uhr im Festsaal des Nordico Stadtmuseums (4020 Linz, Dametzstraße 23) im Rahmen der Vortragsreihe “Der Rest ist Österreich – Die Geschichte der Republik” die Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung zum Thema:
Der Februar ’34 in Linz und Oberösterreich als „unbewältigte“ Vergangenheit?
Am Podium diskutieren die bald 90-jährige Poldi Feichtinger, Brigadier Klaus Lüthje, Dr. Marcus Zimmerbauer sowie Peter Weidner .
Weitere Informationen sind unter www.nordico.at zu finden!
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Februar ’34-Workshop
Gemeinsam mit der Sozialistischen Jugend Oberösterreich am Samstag, 13. Februar 2010, im Bernaschek-Saal, 1. Stock, 4020 Linz, Landstraße 36
10.00 Uhr:
Begrüßung & Vorstellung des Programms durch Michael Lindner und Peter Weidner
10.10 Uhr:
Einführung in die Ereignisse um den 12. Februar 1934 für EinsteigerInnen
12.00 Uhr:
Mittagspause (wir laden unsere Mitglieder zum Essen ein)
13.30 Uhr:
Fortsetzung Workshops mit allen TeilnehmerInnen “Wirtschaftskrise und Faschismus”
Florian Wenninger
14.30 Uhr:
Peter Weidner zur “Schlagkraft der ArbeiterInnenbewegung”.
Welche Unterschiede gibt es zwischen 1934 und heute?
15.00 Uhr:
ZeitzeugInnengespräch / Filme usw.
Anmeldungen für diesen Workshop sind wegen der Tischreservierung fürs Mittagessen unter Telefon oder per E-Mail an die Freiheitskaempfer Oberösterreich unbedingt erforderlich!
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Kranzniederlegungen und 12.-Februar-Gedenken
Am Freitag, den 12. Februar 2010 finden anlässlich des Jahrestages der Februarkämpfe die folgenden Gedenkveranstaltungen und Kranzniederlegungen statt.
8.00 Uhr: im Hof des Parteihauses, Linz, Landstraße 36,
8.30 Uhr: beim Mahnmal am Waldfriedhof St. Martin,
8.50 Uhr: beim Bulgari-Denkmal, Ecke Poschacherstraße / Bulgariplatz,
10.00 Uhr: Steyr, Mahnmal Ennsleite,
17.30 Uhr: Holzleithen (vor dem ehemaligen Arbeiterheim)
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Hermann – Langbein – Symposium
Ideologie und Wirklichkeit des Nationalsozialismus
Zu Hermann Langbein: Der Widerstandskämpfer und Spanienkämpfer Hermann Langbein (1912-1995) war vom Mai 1941 bis August 1942 im KZ Dachau, anschließend bis August 1944 in Auschwitz und danach in Neuengamme in Haft. Er war Mitglied der Widerstandsbewegungen dieser NS-Konzentrationslager und Leitungsmitglied der Kampfgruppe Auschwitz. Im Zuge eines Evakuierungsmarsches flüchtete er am 11. April 1945. Hermann Langbein wurde vom Staat Israel als Gerechter der Völker ausgezeichnet, weil er unter Einsatz seines Lebens Juden geholfen hat. Er verfasste zahlreiche Publikationen über Auschwitz, war Vorsitzender des Internationalen Auschwitz-Komitees und initiierte die Aktion Zeitzeugen an österreichischen Schulen. Sowohl beim ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess (Dezember 1963 bis August 1965) als auch bei den Ermittlungen in Österreich gegen über 55 Verdächtige wegen Verbrechen im KZ Auschwitz spielte Hermann Langbein eine wesentliche Rolle.
Wann: 20.04.2009 – 24.04.2009
Ort: Pädagogische Hochschule Linz,
Kaplanhofstr. 40, 4020 Linz
Veranstalter: Pädagogische Hochschule des Bundes in Wien, Pädagogische Hochschule Bundes in Linz und österreichisches Mauthausen Komitee
Anmeldung:
Pädagogische Hochschule des Bundes in Wien
1100 Wien Grenzackerstraße 18
T ++ 43 1 60118 – 4211 F ++43 1 60118 – 4500
Das Programm gibt es hier als Download!
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1934 lehrt: Arbeitslosigkeit verhindern!
Etwa 1.700 bis 1.800 Menschen besuchten im Februar 2009 in Oberösterreich die Gedenkveranstaltungen rund um den 12. Februar 1934. Das Archiv der Stadt Linz zeigte im Linzer Wissensturm eine sehenswerte Ausstellung über das 1934erJahr und die Vorgeschichte in Linz. Am 11. Februar referierten die Universitätsprofessoren Rudolf Ardelt und Peter Becker vor mehr als zweihundert Interessierten über die Vorgeschichte des 12. Februar. Am 12. Februar legten die Freiheitskämpfer gemeinsam mit den Genossinnen und Genossen der Landes und Linzer Partei sowie der Sozialistischen Jugend im Hof des Parteihauses (vormals „Hotel Schiff“), auf dem Bulgari-Platz, beim Bulgari-Grab, in Steyr beim Mahnmal Ennsleite und auf dem Friedhof in Eberschwang Kränze und Buketts nieder. Beim Bulgari-Mahnmal las Genosse Weidner das Verhandlungsprotokoll vor. Der Prozess unter dem vorsitzenden Richter Adolf Bayer (Das sind ja Märchen. Sie sind ein verstockter Sünder) ließ an den Blutrichter Roland Freisler erinnern. Unser Freiheitskämpfer Genosse Prof. Dr. Helmut Fiereder, der wohl beste Kenner des Aufstands der oberösterreichischen Arbeiter, erzählte auf einer historischen Stadtrundfahrt von den Februarkämpfen. In einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung im Alten Rathaus sprach nach Bürgermeister Franz Dobusch Stadtrat Klaus Luger für die SPÖ. Eine äußerst engagierte Rede für die Schutzbündler hielt Gemeinderätin Gerda Lenger für Die Grünen. Dem FPÖ Nationalratsabgeordneten Neubauer, der sogar Manfred Ackermann lobte, dürfte das Manuskript vertauscht worden sein, meinte die 89jährige Genossin Poldi Feichtinger. Für den so genannten Fachvortrag wurde der Salzburger Universitätsprofessor Ernst Hanisch eingeladen.
Prammer: Lehren aus 1934
Die darauf folgende Gedenkveranstaltung mit Barbara Prammer und Erich Haider war sehr beeindruckend. Haider sagte unter anderem: „Gerade in kritischen Zeiten der Wirtschaftskrise ist es wichtig, sich bewusst zu machen, wie zerbrechlich demokratische Institutionen sein können. Deshalb sollten wir den 75. Gedenktag des 12. Februar 1934 gemeinsam nützen, unser Bekenntnis zur Demokratie und unsere Entschlossenheit im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit zu bekräftigen.“ Eine wesentliche Lehre aus den Februartagen 1934 sei, dass Arbeitslosigkeit unbedingt verhindert werden müsse. Dazu brauche es neue Formen des solidarischen Wirtschaftens. „Arbeit bedeutet Menschenwürde! Hier in diesem Haus begann vor 75 Jahren der einzige bewaffnete Widerstand der Arbeiterschaft gegen den Faschismus in ganz Europa. Dieser Widerstand war mit entscheidend dafür, dass es diese demokratische Republik Österreich heute gibt.“ Die These der geteilten Schuld sei nicht haltbar. Nationalratspräsidentin Barbara Prammer erinnerte in ihren Grußworten daran, dass Verfassung und Demokratie nicht vom Himmel gefallen sind, sondern täglich neu und mit Zivilcourage verteidigt werden müssten. Bachmann-Preisträger Franzobel beeindruckte mit einer Lesung aus seinem Theaterstück „hunt“, einer gelungenen künstlerischen Annäherung an die Thematik, die Geschichte greifbar gemacht hat. Im Hof des Parteihauses in der Landstraße war neben einer Darstellung der Februarkämpfe auf Schautafeln auch die Videoinstallation „Hotel Historia“ von Chris Müller (Theater Hausruck) zu sehen. Mit der Podiumsdiskussion „Am 75. Jahrestag: Was blieb vom Februar 1934“ (im Kepler-Salon) der Veranstaltungsreihe „Civil Wars“, moderiert von Florian Wenninger und brillant argumentiert von Joe Weidenholzer und Doron Rabinovici, endete dieser gedenkwürdige 12. Februar 2009.
Gedenken in Vöcklabruck und Steyr
Die SPÖ Vöcklabruck gedachte vor dem Arbeiterheim in Holzleithen am 13. Februar mit etwa 250 bis 300 Genossinnen und Genossen der vier erschossenen und zwei schwer verletzten Schutzbund-Sanitäter und der erschossenen Schutzbündler, darunter Josef Skrabal. Die Gedenkrede hielt Genosse Erich Haider. Darauf wurde im Arbeiterheim nach einer filmischen Dokumentation von „hunt oder Der totale Februar“ vom Autor Franzobel aus seinem „hunt“ Manuskript vorgelesen und das Buch „Februar 1934 in Oberösterreich. “Es wird nicht mehr verhandelt …‘“ von Brigitte Kepplinger, Hubert Hummer und Chris Müller vorgestellt. Am 14. Februar fuhren 50 Genossinnen und Genossen der Sozialistischen Jugend und der Freiheitskämpfer durchs historische Linz und nach Steyr.
Am Nachmittag fuhren wir mit den Genossen Wolfgang Huber und Josef Stockinger nach Steyr zu den Gräbern von Josef Ahrer, der aufgrund einer falschen Zeugenaussage gehenkt wurde, und den erschossenen Schutzbündlern. Wir legten an Josef Ahrers Grab ein Bukett nieder. Genosse Stockinger wird uns sein Buch über die Steyrer Arbeiter(innen)Bewegung und einen Film zur Verfügung stellen. Nach unserer Rückkehr am Abend des 14. Februar sahen wir uns noch die Ausstellung im Hof des „Hotels Schiff“, also des Parteihauses, an. Die KAPU zeigte die Comic-Ausstellung „Als die Nacht begann“, in der, der Wiener Künstler Thomas Fatzinek die Ereignisse rund um den Februar 1934 in Linolschnitten, gedruckt auf Büttenblättern, eindrucksvoll nachzeichnet. Hier als Download: Unser Artikel im “Sozialdemokratischen Kämpfer”
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Lichter gegen Rechts!
Die rechtsextreme Szene versucht immer mehr öffentlichen Raum einzunehmen. Kürzlich wurde das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen von Rechtsextremen mit Parolen beschmiert, die Nationale Volkspartei (NVP) hat für den 1. Mai 2009 einen Aufmarsch in Linz angekündigt. So offen tritt die rechtsextreme Szene seit Jahrzehnten nicht mehr auf. Daher ruft ein breites Bündnis von politischen Organisationen auf, ein starkes Zeichen gegen die vermehrten Aufmärsche der Rechtsextremen zu setzen. Wir unterstützen dieses Bündnis und rufen deshalb gemeinsam mit “Lichter gegen Rechts” zum “Lichterzug gegen Rechts” am 30. April 2009 in Linz auf. Setzen wir am Vorabend zum geplanten Aufmarsch in Linz gemeinsam ein starkes, friedliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Hier der Aufruf:
Lichter gegen Rechts!
Keine rechtsextreme Menschenhetze!
Für ein menschliches, demokratisches und friedliches Miteinander!
Lichterzug gegen Rechtsextremismus!
30. April 2009, 19 Uhr
Linz: Schillerpark – Hauptplatz
Rechtsextreme haben für 1. Mai einen „Marsch durch Linz“ angekündigt.
Wir lassen nicht zu, dass die Kulturhauptstadt zur „Führerhauptstadt“ wird!
Die Schändung des KZ Mauthausen, Neonazi-Konzerte, rechtsextreme Aufmärsche,
und deutschnationale Burschenschafter-Treffen zeigen, dass die rechtsextreme Szene
immer mehr öffentlichen Raum einnehmen will.
Wir sagen deshalb:
- Nein zu diesen menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Ansichten
- Nein zu Fremdenfeindlichkeit und AusländerInnenhetze
- Nein zu rechtsextremen Aufmärschen in Linz, Österreich und anderswo
Wir sagen „JA“
- zu Menschenwürde und Respekt
- zu Toleranz und Solidarität
- zu einer Kulturhauptstadt der Vielfalt
Setzen wir deshalb gemeinsam mit tausenden Lichtern ein starkes Zeichen gegen Rechts! Für ein menschliches, demokratisches und friedliches Miteinander!
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Gedenken in Mauthausen und am Bernaschek-Platz
71 Jahre nach der Okkupation Österreichs durch die Hitler-Faschisten legen die Sozialdemokratischen Freiheitskämpfer und Opfer des Faschismus gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden der beiden oberösterreichischen Opferverbände (KZ-Verband und ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich) am Freitag, dem 13. März 2009 um 14.30 Uhr in Mauthausen einen Kranz nieder. Anschließend fahren wir zum Mahnmal auf dem Bernaschek-Platz (hinter dem Linzer Neuen Rathaus) und legen dort um 16 Uhr einen Kranz nieder. Worte des Gedenkens spricht beim Mahnmal auf dem Bernaschek-Platz – wie immer – Landesrat Josef Ackerl.Wer teilnehmen kann, soll das bitte tun! Ladet auch bitte Eure antifaschistischen Genossinnen und Genossen ein.
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Landeskonferenz der Freiheitskämpfer Oberösterreich!
Im Bernaschek-Saal des Linzer Landesparteihauses, dem ehemaligen “Hotel Schiff”, blieben am 28. April 2007 nur wenige Plätze frei. Zur Jahreshauptversammlung der OÖ Freiheitskämpfer reisten aus Wien und Leoben etliche Gäste an, unter ihnen der bald 92-jährige steirische Widerstandskämpfer Fritz Inkret und der stellvertretende Bundesvorsitzende, Ernst Nedwed. Bei den Begrüßungsworten unserer Abgeordneten zum Nationalrat Bettina Stadlbauer, die auf die besonders gute Zusammenarbeit von SP-Frauen und Freiheitskämpfern hinwies, spürte man noch den solidarischen Geist der guten alten, traditionsreichen Arbeiterbewegung. Für alle Anwesenden war es ein großer Augenblick, als Ernst Nedwed in seiner Rede unser Buch “Die Poldi. Das Leben einer Linzer Arbeiterin” hervorhob und die anwesende bald 87-jährige Poldi Feichtinger gemeinsam mit Günter Decker, Albert Langanke und Walter Prieschl durch die Verleihung des Goldenen Freiheitskämpfer-Abzeichens ehrte. Nach Bertolt Brechts Gedicht “An die Nachgeborenen” gedachten wir in einer Schweigeminute unserer Genossinnen und Genossen, die uns in den vergangenen zwei Jahren verlassen hatten. Peter Weidner ging dann in seinem Bericht vor allem auf die Opferbetreuung ein. Wir besuchen alle unsere 21 Opfer bzw. deren Witwen zweimal im Jahr und helfen ihnen, wo wir können. In unserer letzten Funktionsperiode, so Weidner, konnten wir den Mitgliederstand von 282 auf 340 Genossinnen und Genossen erhöhen. Der neue Vorstand wurde ohne Streichung wiedergewählt. Ehrenvorsitzender auf Lebenszeit ist Walter Prieschl; Vorsitzender: Peter Weidner; Stellvertreter: Ingrid Maiburger, Prof. Dr. Helmut Fiereder, Thomas Hausleitner, Mag. Thomas Höpfl. Als Gastreferent war Genosse Heimo Gruber eingeladen, der in der Obersteiermark aufgewachsen ist. Er betonte gleich eingangs, dass er “besonders stolz ist, im ehemaligen Hotel Schiff und in Anwesenheit des ehemaligen Februarkämpfers aus Leoben – unseres Genossen Fritz Inkret – einen Vortrag zu halten”. Über dessen Leben wird demnächst ein Buch aus der Feder des Schriftstellers Walter Kohl erscheinen. Heimo Gruber stellte dann in seinem Beitrag die aktuelle Streitschrift des deutschen Publizisten Henryk M. Broder “Hurra, wir kapitulieren! Von der Lust am Einknicken” (Berlin 2006) vor, in der dieser mit der Frage “Erleben wir eine neue Appeasement-Politik?” die europäische Reaktion auf den Islamismus kritisch beleuchtet. Nach mehr als drei Stunden und einer sehr engagierten Diskussion folgte ein herzliches Zusammensein in einem Gastgarten.
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Ein Kämpfer für das “Niemals wieder”
In der Ausgabe vom Freitag, 2. Jänner 2009 schreibt der Kurier: “Nur noch wenige KZ Überlebende können vom Grauen erzählen. Rudolf Gelbards Lebensweg erschien nun in Buchform. Am Silvestertag 2008 wäre Simon Wiesenthal 100 Jahre alt geworden (er starb 2005). Er, der sein Leben nach 1945 dem Enttarnen von Nazi-Verbrechern widmete, betonte: „Es gibt keine größere Sünde, als zu vergessen. “Einer, für den dieses Lebensmotto genauso gilt, ist Rudolf Gelbard. Als Achtjähriger erlebte er den Einmarsch der Hitler-Truppen und im November 1938 das Wüten der Nazi-Horden in der Reichspogromnacht in Wien. Er sah den Großen Tempel in der Tempelgasse brennen und musste erleben, wie menschenverachtend der österreichische Antisemitismus wurde.” Hier gehts zum Artikel im Kurier!
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Gedenken an: 75 Jahre 12. Februar 1934
Im März 1933, einer Zeit geprägt durch die Weltwirtschaftskrise von 1929 und einer damit verbundenen hohen Arbeitslosigkeit, nutzte der christlichsoziale Bundeskanzler Dollfuß einen Abstimmungsfehler im Parlament – als alle drei Nationalratspräsidenten zurücktraten, schaltete Dollfuß das Parlament aus und erklärte ein neues Zusammentreten des Nationalrates für illegal. Dollfuß verbot alle Parteien bis auf die Vaterländische Front und ließ politische Gegner verhaften und ermorden. Des Weiteren wurde auch der Republikanische Schutzbund verboten. Von nun an regierte Dollfuß unter Berufung auf das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz aus dem Jahre 1917 autoritär und wandelte die Republik in einen “autoritären Ständestaat” um. Nach dem Verbot der sozialdemokratischen und der kommunistischen Partei und deren Vorfeldorganisationen machten sich Dollfuß, seine Vaterländische Front und die Heimwehren daran, die letzten Strukturen der Arbeiterbewegung zu zerstören. Als am 12. Februar 1934 die Heimwehr eine Waffensuchaktion im “Hotel Schiff” (Parteiheim der Sozialdemokraten) starten wollte, widersetzten sich die Schutzbündler unter dem lokalen Schutzbundkommandanten Richard Bernaschek. Vor dem Parteiheim eröffneten Schutzbündler das Feuer. Damit war die österreichische Arbeiterbewegung die erste, die sich gegen den drohenden Vormarsch des Faschismus zu wehren versuchte. 75 Jahre nach den Februarereignissen 1934 wollen wir gemeinsam an jene Genossinnen und Genossen denken, die im Kampf für die Demokratie ihr Leben ließen.
